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„Wer sich vor dem Besuch der Familie an Weihnachten noch gerade testen lassen möchte…“„Wer sich vor dem Besuch der Familie an Weihnachten noch gerade testen lassen möchte…“

„Wer sich vor dem Besuch der Familie an Weihnachten noch gerade testen lassen möchte…“

Unter dieser Überschrift boten wir, der DRK Ortsverein Grafschaft e.V., kurz vor den Feiertagen einen Antigen Schnelltest für die breite Öffentlichkeit an. Montag bis Mittwoch sollte jeweils zwischen 15:00 bis 20:00 Uhr getestet werden und pro Tag hatten wir 60 Zeitfenster für Abstriche eingeplant.
Bis Sonntagabend schien dies auch völlig ausreichend zu sein und es sah so aus, als würden wir auf einen entspannten Einsatz zu steuern. Wie bei vielen anderen Gelegenheiten in diesem Jahr, so war ja auch die Durchführung der Schnelltests für uns eine völlig neue Erfahrung, der wir uns als kleiner Ortsverein stellen mussten und auch wollten.
Mit Beginn des Montagmorgens sah die Welt plötzlich ganz anders aus. Ursprünglich waren wir davon ausgegangen, dass vorwiegend Grafschafter Einwohner bei uns zur Testung kommen würden. Aber die Anfragen kamen auf einmal aus einem riesigen Einzugsgebiet: Vom Kölner Norden bis Koblenz und vom östlichen Rhein-Sieg-Kreis bis nach Bad Münstereifel prasselten die Anfragen auf uns herein. Rasch wurde klar, dass wir mit den geplanten 60 Zeitfenstern pro Tag nicht auskommen würden. So richteten wir kurzfristig für Dienstag und Mittwoch eine 2. Abstricheinheit ein und verstärkten unser Laborpersonal entsprechend. Während es am Montag aufgrund der ungeübten Abläufe und widrigen Witterungsbedingungen noch etwas holprig ablief, waren die Abläufe an den beiden anderen Tagen aus unserer Sicht so rund, dass wir selbst davon etwas überrascht waren. Aufgrund der personellen Aufstockung konnten trotz des hohen Andranges Wartezeiten weitgehend vermieden werden. So wurden vor den Feiertagen in unserem Abstrichzentrum am Montag 66, am Dienstag 116 und am Mittwoch 227 Personen getestet. Insgesamt waren an diesen drei Tagen somit 409 Menschen zur Testung, von denen 9 als positiv dem Kreisgesundheitsamt gemeldet werden mussten.
Die positiv getesteten Personen wurden von uns binnen 60 Minuten nach dem Test telefonisch über ihr Ergebnis informiert, die negativ getesteten erhielten im Laufe des jeweiligen Tages eine Mail mit ihrem Testergebnis. Dabei mussten wir leider feststellen, dass die auf den Einverständniserklärungen angegebene Mailadresse in Einzelfällen schlecht lesbar war, wodurch es zu Verzögerungen und Nachfragen kam. Hier ist für künftige Aktionen Verbesserungspotential.

Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion ein wenig zu einem sichereren Weihnachtsfest beigetragen haben. Zumindest konnten wir in 9 Fällen die Infektionskette an diesen Tagen unterbrechen.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle für die vielen positiven Rückmeldungen, die wir zu unserer Aktion sowohl bei der Testung selbst als auch in den sozialen Medien erhalten haben. So wie der Künstler vom Applaus lebt, hört auch der Ehrenamtler gerne mal etwas Positives über seine Arbeit.